Le Grand Tour des fresques
Das Projekt „Le Grand Tour des fresques“, das von Hermès unterstützt wird, nahm Ende 2021 in Padua seinen Anfang. Die italienische Stadt ist bekannt für ihre ausdrucksstarken Wandmalereien des 14. Jahrhunderts, die zum UNESCO-Welterbe gehören. In den kommenden vier Jahren werden verschiedene Baustellen in Italien sich diesem Erbe annehmen.
Durch sein Engagement im Rahmen des Projekts „Le Grand Tour des fresques“ würdigt Hermès ein Savoir-faire, das Italien auszeichnet: Das Unternehmen unterstützt die Initiative insbesondere in den Städten, in denen es eine Niederlassung besitzt. Der Name des Projekts wurde inspiriert von der „Grand Tour“ genannten Bildungsreise, die Reisende des 17. und 18. Jahrhunderts unternahmen, um ihre künstlerische Ausbildung zu vervollkommnen. Die Wandmalereien in ihrer einzigartigen Qualität hinterließen bei diesen einen unvergesslichen Eindruck. Die Freskomalerei weist übrigens einige Gemeinsamkeiten mit der Herstellung von Seidencarrés auf: So verlangen beide Techniken außerordentliche Fingerfertigkeit und warten mit einem großen erzählerischen Reichtum auf.
In Italien erlebten die Fresken vor allem in der Renaissance eine Blütezeit: In dieser Epoche entstanden so bemerkenswerte Werke wie die Verkündigung des Erzengels Gabriel an die Jungfrau Maria, das sich unter den Arkaden des Palazzo Angeli in Padua befindet. Zugeschrieben wird dieses Gemälde dem Maler Jacopo da Montagnana (1443–1499). Es ist das erste, das dank der Unterstützung von Hermès und Akteuren vor Ort restauriert werden konnte. Das Unternehmen engagiert sich so für die Bewahrung des künstlerischen und kulturellen Welterbes in Städten – ein Ziel, das sich auch auf dem Programm der Agenda 2030 der Vereinten Nationen wiederfindet. In diesem Rahmen soll auch die Öffentlichkeit dafür sensibilisiert werden, dass die Überlieferung einer Technik wie der Freskenmalerei eine Herausforderung darstellt, die unabdinglich für den Fortbestand dieser Kunst ist.