Die Holding Textile Hermès, eine Ode an die Seide Lyons | Hermes

GEMEINSCHAFTEN

Die Holding Textile Hermès,
eine Ode an die Seide Lyons

Krawatten, Carrés, Tücher und Schals gehören beispielsweise zu den Vorzeigestücken, die hier für Hermès entstehen. Diese Kreationen sind tief in der Region der Seidenweber von Lyon und der Weber und Drucker des Departements Isère verwurzelt. HTH – der Textilbereich von Hermès – entstand im Laufe der Zeit durch die Integration von Lieferanten aus dem Raum Rhône-Alpes. Mit dem Ergebnis, dass HTH das Know-how der Region nunmehr in konzentrierter Form repräsentiert.
Seit den 1990er-Jahren machen renommierte Unternehmen den Stammbaum des Textilbereichs von Hermès aus. Angefangen bei Sport Soie, zu dem sich Bucol, Ateliers AS, SIEGL, Créations Métaphores, die Betriebe Marcel Gandit oder auch AEI gesellt haben. Heute vereint HTH zehn Unternehmen mit besonders komplementärem Savoir-faire und beschäftigt 900 Mitarbeiter, von denen zwei Drittel Kunsthandwerker sind.
Die Ateliers verteilen sich auf sieben Gemeinden der Region. Im Raum Rhône-Alpes hingegen ist die Weberei in Bussière angesiedelt. Computergrafiken und die Gravur von Zeichnungen entstehen in Bourgoin-Jallieu. Gedruckt wird sowohl in Pierre-Bénite als auch in Le Grand-Lemps und die Textilveredelung ist in Pierre-Bénite-Irigny zu Hause. Schneiderwerkstätten befinden sich in Bourgoin-Jallieu und Nontron. Einzige Ausnahme: Rosshaar, Sisal, Leinen und Baumwolle webt man in Challes, die Gemeinde liegt im Departement Sarthe und damit in der Region Pays de la Loire. Ein lokal verankertes Savoir-faire mit Weltruf.
Hermès ist zwar nach wie vor der größte Kunde von HTH, aber nicht der einzige: 15 % des Umsatzes, der sich seit 2010 verdoppelt hat, werden durch externe Aufträge generiert. So können einem während der Haute-Couture-Modenschauen Stoffe begegnen, die von Bucol kreiert und herausgebracht wurden.

 

Mehr entdecken

  • Auf der Seidenstraße von Hermès:die Gravur

    Seit dem 1937 von Robert Dumas geschaffenen Jeu des omnibus et dames blanches – das erste einer langen Reihe von Hermès-Tüchern – entstehen die Carrés aus Twill direkt in den bei Lyon gelegenen Ateliers. Hermès investiert in die Weiterentwicklung alter Handwerkskünste, welche langjährige Partner in den Textilbereich des Hauses eingebracht haben.
     
     
  • Auf der Seidenstraße von Hermès : der Druck

    Hermès wird in den 1960er-Jahren zum wichtigsten Kunden von Ateliers AS und 1987 Hauptaktionär des Unternehmens. Mit seinen einzigartigen Produktionsmitteln ist diese Textildruckerei in Pierre-Bénite mehr als nur eine obligatorische Zwischenstation für das Carré. Seit 1948 herrschen die Handwerker über die Farben: Sie kombinieren sie, bereiten sie zu und tragen sie schließlich im Flachfilmdruckverfahren auf lange Grègeseidenrollen auf.
     
     
     
  • Challes: Hier beginnt ein neues Leben für Rosshaar

    Natürlich oder gefärbt, verwebt mit Sisal oder gemustert, um den heutigen Anforderungen im Bereich der Inneneinrichtung und Polsterei gerecht zu werden, setzt Rosshaar bei Créations Métaphores seinen Verwandlungsprozess fort. Nach altüberlieferter Handwerkskunst wird es in der Weberei ATBC der Holding Textile Hermès im Departement Sarthe vollständig von Hand gewebt.
     
     

Unser Fußabdruck ...

  • Hermès beschäftigt 13.500 Männer und Frauen, darunter 4.500 Kunsthandwerker, die das wichtigste Metier des Hauses repräsentieren. In dieser Welt der Hand, die sich im ständigen Wandel befindet, wird immerfort nach neuen Kräften gesucht. Ausbilden, weitergeben und entwickeln, die Gewährleistung von Wohlbefinden, Gesundheit und Solidarität … Unser Ziel besteht darin, jeden einzelnen Mitarbeiter auf seinem Weg zur Selbstverwirklichung zu begleiten.
  • Hermès hat sich mit rund zwanzig Metiers der Veredelung der schönsten Materialien aus der Natur verschrieben. Mit behutsamen Handgriffen bearbeiten unsere Kunsthandwerker Leder, Seide, Stoff, Holz, Kristallglas und Edelmetalle. Schützen, optimieren, aufwerten, Wege ebnen … Es ist unsere Aufgabe, diese Ressourcen nachhaltig zu nutzen.
  • The communities

    Hermès besitzt in Frankreich 41 von insgesamt 52 Manufakturen und weltweit mehr als 300 Boutiquen. Unsere Nähe zu den Lieferanten, Partnern und Gebieten will vor Ort gepflegt werden. Fruchtbar machen, Maschen knüpfen, erneuern, sich engagieren – als gesellschaftlich verantwortliches Unternehmen ist es unsere Aufgabe, nachhaltige Beziehungen aufzubauen.