Petit H l Hermès

Petit h, eine Rückwärtskreation

In der petit-h-Kreativwerkstatt werden Querwege erschlossen: Das Ende macht den Anfang. Das vorhandene Material lässt das Objekt entstehen und lebendig werden. An der Schnittstelle des Savoir-faires von Hermès arbeiten Handwerker, Künstler und Designer Hand in Hand. Ihr Ziel: Das Material aus einer ganz neuen Perspektive betrachten, es neu interpretieren, innovieren und neue nützliche Traumobjekte schaffen.

Erzähl mir von deinem Designer

  • Stolz wie ein fließender Salzstreuer

    „Ich bin der Fantasie eines Studenten der Kantonalen Hochschule für Kunst und Design Lausanne (ECAL) entsprungen. Mein Kreateur hat einen Jackenknopf mit einem Kristallglasflakon vereint und das Ganze mit einem Korkfragment auf einem Stück Leder befestigt: alles, was einen fließenden Salzstreuer stolz macht. Damit so ein einzigartiges Objekt wie ich erst entstehen konnte, bedurfte es eines klugen Köpfchens und geschickter Hände.“

  • Eine kleine Traummusik

    „Alle petit-h-Objekte spielen ihre eigene Melodie: Da bilde ich keine Ausnahme. Ich bin ein raffiniertes Hybridobjekt zwischen einer kugelrunden Spieldose und einem sorgfältig angefertigten Lederbezug, versehen mit einer Seidenschnur und einem Traumschlüssel. Dieser kann die Form einer Hahnenfeder oder eines Dufflecoat-Knopfes annehmen ... Traumhaft, nicht wahr?” 

  • Ein Fohlen mit perfektem Sitz

    „Meine Kreateurin Marjolijn Mandersloot hat sich auf das Schaffen von Riesentieren spezialisiert, die lebensgroß oder überdimensional sind. Ich bin das neueste Mitglied dieser Familie, zu der unter anderem ein elegantes Rehkitz, eine exotische Giraffe und Pandas gehören. Meine Haut besteht aus geschmeidigem Leder. Mikrokügelchen machen meinen Körper äußerst beweglich.“

  • Terrazzo, das Material aus dem Schätze gemacht sind

    „Meine Geschichte geht zurück auf die Antike, als aus den unverwendeten Marmorresten aus Palästen oder von Statuen in Verbindung mit Kalk ein edles und originelles Material geschaffen wurde: Terrazzo. In einem Labor in Venetien kamen meine beiden Designer Nicolas Daul und Julien Demanche auf die Idee, dieses jahrtausendealte Wissen zu nutzen und mit der originellen petit-h-Note zu versehen. Ich bestehe aus Versatzstücken der Geschichte von Hermès – aus Metallschließen, Schmuckschlössern oder Perlmuttknöpfen. Ich bin vielgestaltig und kann mich sowohl in einen Couchtisch als auch in Schmuck verwandeln ...“ 

Fotografien: Alexandre Guirkinger

Flugobjekte von Jérôme Gelès

Herzlich willkommen in der Galaxie der von Jérôme Gelès kreierten Ufos.
Bis Mitte September werden in den Schaufenstern der Boutique in der Pariser Rue de Sèvres Flugobjekte des bildenden Künstlers Jérôme Gelès gezeigt. Die fantasievollen Werke stehen dabei in engem Kontakt zur Realität. Es handelt sich um bewegliche Konstruktionen aus Räderwerken, Teilen von Maschinen, Sonnenschirmen, alten Fernsehern, Schachteln oder anderen Verpackungen, welche die Spuren der Konsumgesellschaft zur Schau tragen. Auf diese Art und Weise rücken sie unser Verhältnis zur Modernität sowie die Wiederverwendung von Materialien in den Fokus. Zugleich erinnern sie aber auch an die Erfindungen Leonardo da Vincis.
Der französische Künstler wird mehrere Kreationen präsentieren, die allesamt speziell für die Schaufenster-Inszenierung von petit h entworfen wurden, darunter ein fliegendes Objekt, dessen Flügelspannweite sage und schreibe 6 Meter misst und das Gelès zu nutzen beabsichtigt.
Im Schaufenster der Saison sind die mobilen Objekte von Jérôme Gelès keinesfalls alleine: Das „Frisbee“ von Adrien Roveros, die „Fliegende Teekanne“ von Gilles Jonemann und die Federn des „Brasilianischen Spiels“ von Godefroy de Virieu leisten ihnen fliegend Gesellschaft.