Unternehmen, die zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes beitragen, liegen im Trend | Hermes

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Unternehmen, die zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes beitragen, liegen im Trend

Sie beherrschen die hohe Kunst der Kristallglas- und Silberverarbeitung, bändigen Leder, veredeln Stoffe und bedrucken Keramik. Ein Dutzend Hermès-Firmen tragen das Gütesiegel „Entreprise du Patrimoine Vivant“ (Unternehmen zur Erhaltung des Kulturerbes). Das Label erhalten Unternehmen, die sich durch technische Spitzenleistungen, patentierte Verfahren und einzigartige Archive auszeichnen und fest in ihrer Heimatregion verankert sind. Dabei handelt sich in erster Linie um eine Brutstätte für Innovationen.
In der Hermès-Familie der „Entreprises du Patrimoine Vivant“ (EPV) gewinnt die Kristallglasmanufaktur Saint-Louis den Titel des ältesten Unternehmens. Die Romanze zwischen Sand und Feuer hält seit Epochen an, wurde die Glashütte von Müntzthal doch bereits 1586 gegründet. Sie erhielt später durch Ludwig XV. den Titel „königliche Glaserei“ und wurde auf den Namen ihres berühmten Vorfahrens umgetauft. Noch heute rühmt sich damit, als erstes Unternehmen auf dem europäischen Festland dem Geheimnis der Kristallherstellung auf die Spur gekommen zu sein, und zwar im Jahr 1871. 
Seither blasen, gravieren und schleifen die Glasmachermeister des Hauses unentwegt Kristallglas, um daraus Tisch- und Dekorationsobjekte sowie Leuchten zu fertigen. Das 2011 erstmals und 2016 erneut verliehene Label EPV würdigt die Arbeit der 200 Kunsthandwerker im heutigen Betrieb. Sie erfinden und interpretieren zusammen mit zeitgenössischen Designern das typische Know-how des Hauses neu – wie zum Beispiel farbiges Glas oder die Briefbeschwerer-Technik, welche die Kristallglasmanufaktur Saint-Louis als letzte noch beherrscht.

Kristallglasmanufaktur Saint-Louis

© Foto: Delphine Chanet


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