Saint-Junien, samtweicher Handschuh aus eiserner Hand | Hermes

GEMEINSCHAFTEN

Saint-Junien, samtweicher Handschuh aus eiserner Hand 

Der Wettbewerb und neue Konsumtrends haben den französischen Handschuhmachern schwer zugesetzt. Dieses Kunsthandwerk entstand im Mittelalter im Herzen der Viehzuchtgebiete. Die fast hundertjährige Handschuhmanufaktur in Saint-Junien am Ufer der Vienne ist die älteste, die diese Accessoires noch heute herstellt. Seitdem sie 1998 von Hermès übernommen wurde, blüht sie wieder auf.
Die ehemalige Handwerkergenossenschaft in Mittelfrankreich lässt diese Handwerkskunst seit 1919 fortbestehen. Sie beliefert Hermès seit 1981. Als die Gruppe 1998 die Handschuhmanufaktur übernimmt, beschäftigt diese etwa sechzig Mitarbeiter – die Hälfte davon arbeitet von zu Hause aus. Zwanzig Jahre später symbolisiert der Umzug von der bescheidenen Werkstatt im Stadtzentrum in eine ehemalige Wollverarbeitungsfirma eine neue Dynamik. 
Zu den rund fünfzig Handschuhmachern haben sich 54 Feintäschner hinzugesellt. Seit 2016 werden auch Brieftaschen hier gefertigt – neben den nach sogenannter „Jouvin“-Art gefertigten Handschuhen. Der Grenobler Handschuhmacher Jouvin revolutionierte 1834 die französische Handschuhfertigung mit seiner patentierten Eisenhand-Ausstanzform „Main de Fer“. Noch heute liegt darin eines der Geheimnisse der Saint-Junien-Handschuhe.
 
Die „Eisenhand“ © Foto: Christophe Mariot


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